Der erste Reis mit Herkunftsbezeichnung
Bereits im 17 Jhd. wurde der Reisanbau im Hinterland von Murcia amtlich festgehalten. 1908 wurde per Dekret der Anbau von Qualitätsreis um Calasparra zugelassen. Am 4. März 1986 wurde die D.O. Calasparra mit seinem Consejo Regulador zugelassen. Eine lange Geschichte, die sich um eines der Grundnahrungsmittel der Region dreht, Reis. Die Region in Murcia besteht aus den Gemeinden Calasparra und Moratalla. Im Verlauf geht der Anbau in die Region Albacete über mit der Gemeinde Hellín.
Der Reisanbau in dieser eher hügeligen Landschaft wird durch Terrassen und einem ausgeklügelten Bewässerungssystem ermöglicht. Am Ursprung der Flüsse Segura und Mundo wird das Wasser durch die Reisfelder geleitet. Es handelt sich in dieser Anbauregion nicht um stehendes Wasser, sondern das Wasser fließt in die Felder von einem Fluss ein und läuft in den anderen Fluss ab. Dieses kalte Ursprungswasser läßt die Körner sehr klein und hart werden. Dieses Korn nimmt beim Kochen extrem viel Aroma auf.
Aktuell sind ca. 1.000 ha offiziell in der D.O. eingeschrieben. Hiervon werden jährlich 500-700 ha mit Reis angebaut. Der Rest wird im normalen Fruchtwechsel mit Gemüse oder anderem Getreide bepflanzt. Die Aussaht erfolgt noch im klassischen Stil des Voleo (von Hand) zwischen Ende April und Anfang Mai. Die zugelassenen Reissorten sind Bomba und Balilla x Sollana (BxS).
Geernet wird Ende September, Anfang Oktober und der Reis wird an zugelassene Reismühlen (es existieren zwei) abgegeben, die den Reis veredeln.
Da beim kompletten Anbau am Ursprung der Flüsse gearbeitet wird, ist ökologischer Anbau fast verpflichtend. Da das Wasser in seinem Verlauf weiter genutzt wird, werden die Belastungen auf ein Minimum reduziert.
Der Anbau von spanischem Reis erfolgt in den beiden Regionen Valencia und Calasparra fast ausschließlich ökologisch und ist in seiner Art und Beschaffenheit perfekt für Reisgerichte, die beim Kochvorgang Aroma aufnehmen.
Der Reis aus Calasparra geht zu fast 100 % auf den einheimischen Markt.



