Der industrielle Teil Spaniens
Bilbao und die umliegende Region sind gespickt mit Fabrikgebäuden und alten Industrieanlagen. Die Fahrt führt durch enge Täler, immer in Richtung Frankreich. Die Nähe lässt sich auch an den zugelassenen Rebsorten feststellen. Diese Regionen auf beiden Seiten der Grenze, sind Baskenland. Die Tradition des Txakoli war vor der Phylloxera auf einen größeren Teil des Baskenlandes ausgeweitet. Ca. 1.000 ha waren zu dieser Zeit mit Reben bepflanzt. Landschaftlich erinnert dieser Bereich an den Schwarzwald. Viele Berge, viel Wald und viel grüne Flächen. Auch klimatisch bewegen wir uns mehr in deutschen Gewohnheiten. Viel Regen, niedrige Durchschnittstemperaturen und eher verschlossene Bewohner.
Auch diese Region mit vielen Traditionen, musste im Weinbau Fortschritte machen. Diese sind erst ca. 15 Jahre alt. Die oxidativen Weine, mit hohen Säuren und Fehlern im Ausbau kamen goldfarben daher. Weine, die anderes ausgebaut waren, waren in der Meinung der Region, kein Txakoli. Das Bewusstsein ändert sich langsam und der Wein ist heute mit heller Farbe, fruchtig und frisch. Einige Kellereien bauen den Txakoli noch traditionell aus und so können noch beide Varianten probiert werden.
Bis vor zwei Jahren füllten Kellereien Wein aus La Mancha ab und schrieben Txakoli darauf. Jetzt ist Txakoli geschützt. Allerdings befindet sich eine Kellerei im Rechtsstreit und schreibt immer noch Txakoli auf das Etikett, obwohl es nicht in der Flasche ist. Das Sigel der D.O. auf der Flasche gibt Sicherheit. Kein Sigel, kein Txakoli.
Die Rebfläche von 278 ha, und wird von ca. 280 Weingärtnern bewirtschaftet und von 69 Kellereien verarbeitet.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:
Hondarribi Zuri, Gros Manseng, Petit Corbu und Petit Manseng.
Als experimentelle Rebsorten sind zugelassen: Riesling, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Diese Rebsorten dürfen maximal 20 % der Gesamtrebfläche einer Kellerei belegen.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:
Hondarribi Beltza.
Zusammenfassend hat diese kleine Region in den letzten Jahren den Stil ihrer Weine verändert. Sicher lässt sich das einer Kellerei zuschreiben. Interessant ist die Art der Arbeit mit den Weingärtnern. Die Kellerei baut die Parzellen individuell aus und füllt diese Weine für den Traubenlieferant ab. Einen halben Hektar besitzt durchschnittlich jeder Weingärtner.Hier wird der Ausbau als Dienstleistung angeboten und nach den Vorstellungen des Weingärtners. Also keine Kooperative, sondern ein reiner Dienstleister. Leider sind die Weine nicht für den deutschen Markt verfügbar. Die Kellereien produzieren weniger, als sie für den regionalen Markt benötigen.



