Ein landschaftlicher Traum

Im nordwestlichen Hinterland von Murcia, nach kleinen Anstiegen und einigen Schluchten und skurrilen Bergformationen, liegt die kleine Stadt Bullas. Gerade mal 10.000 Einwohner nennen diese Stadt ihre Heimat.

Ebenso überschaubar ist die Rebfläche mit 2.563 ha. In den letzten Jahren ist diese kontinuierlich zurückgegangen. Der Consejo Regulador geht von einer Rebfläche von 2.000 ha aus, auf die sich die D.O. Bullas einpendeln wird. Verdrängt werden die Reben von Pfirsichen, Aprikosen und Mandeln. Diese Mischung in der Landschaft setzt sich seit längerem fort. Früher war hier nur Rebfläche zu sehen. Diese Mischung macht die Landschaft unvergleichlich und abwechslungsreich. Zwischen 400 und 950 m Höhe wird hier Weinbau betrieben. Die Gemeinden sind Bullas, Cehegín, Mula und Ricote, sowie Teile von Calasparra, Caravaca, Moratalla, Lorca und Pliego. Drei Regionen lassen sich unterscheiden.

Das Valle del Aceniche ist zwischen 700 und 900 m hoch gelegen und nordwestlich von Bullas. Hier entstehen die elegantesten und leichtesten Weine mit der höchsten Qualität. Die höheren Niederschläge und die kühleren Temperaturen haben starken Einfluss auf das Lesegut. Ein großer Waldbestand gibt der Landschaft ein ungewohntes Bild in der sonst Kargheit vorherrscht.

Venta del Pino. Venta ist der Begriff für Herbergen, die früher an vielbefahrenen Reisewegen standen. Es ist nichts mehr davon zu sehen. Kein Haus, nur eine schlechte Asphaltpiste. Flache Weinberge, die sich über das Gebiet ziehen. Wenig Abwechslung im Landschaftsbild. Auf 500-600 m Höhe liegt dieser Bereich, unmittelbar um Bullas gelegen.

Kaum 15 km südöstlich von Bullas entfernt, völlig andere Verhältnisse. Auf einer Höhe von 400-500 m Höhe herrschen fast wüstenartige Verhältnisse auf sandigen Böden. So entsteht Lesegut, das als Wein 15-16 % Alkohol ergibt. Überreife Trauben für wuchtige und derbe Weine.

Die dominante Rebsorte in der Region ist Monastrell. In der Region Barcelona als Mataro (wie das gleichnamige Dorf) bekannt. Von dort ging sie in die neue Welt. Vor allem Australien und teilweise in Kalifornien wird der Name verwendet. In Südfrankreich ist sie als Mouvèdere bekannt.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei weiß:

Macabeo, Airén, Moscatel de grano menudo, Moscatel, Chardonnay und Sauvignon blanc.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei rot:

Monastrell, Tempranillo, Garnacha, Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot, und Petit Verdot.

Alle Rosé- und Rotweine müssen zu 60 % aus Monastrell bestehen. Petit Verdot ist im Versuchsanbau zugelassen.

Die Zusammenfassung für die Region fällt für die Landschaft sehr positiv aus. Es ist nun allerdings auch Fakt, dass die Landwirtschaft mit Mandeln und Co. mehr Geld verdient. Insgesamt hat die Region ca. 4.000 ha Rebanbaufläche, viel wird als Tafelwein verkauft und auf die Bestimmungen der D.O. und die Nennung verzichtet.

Falls Sie eine Weinreise in diese wunderschöne Landschaft planen, finden Sie hier weitere Informationen:

Bullas Weine erleben