Alter Wein auf neuen Wegen
Jerez ist eine Region, über die es unglaublich viel im Internet zu lesen gibt. Die Beschreibungen sind von kurios bis falsch und machen viel Spaß. Bei der folgenden Beschreibung kommen nur Fakten zum Tragen und ich habe beim Consejo Regulador die rechtlichen Grundlagen angefragt.
Zwei Dinge sind mir vorab aufgefallen. Es gibt bei der Darstellung der Kellereien zwei Strömungen. Entweder weltweit vertreten oder eine Produktion von jährlich 12.000 Flaschen (extrem wenig). Dieses wird in geführten Touren mit neuen Medien lang und intensiv vermittelt.
Die Rebfläche beträgt 10.054 ha und wird von ca. 2.600 Weingärtnern bewirtschaftet und von 124 Kellereien verarbeitet.
Die Region wird durch die drei Städte Sanlúcar de Barrameda, El Puerto de Santa María und Jerez de la Frontera definiert. Die ersten beiden Städte sind an der Küste, während Jerez de la Frontera im Hinterland liegt. Die Böden sind die berühmten Albarizas, die je nach Ort mehr oder weniger Kreideanteil haben. Die Niederschläge sind mit ca. 600 mm hoch und fallen überwiegend in der Zeit von Oktober bis März. Nun ich war im April da und habe 85 Liter auf den Meter mitbekommen. Die Böden nehmen die Feuchtigkeit sehr gut auf und speichern sie. Diese Region hat Niederschläge aktuell sehr nötig.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:
Palomino (90 % der Rebfläche), Pedro Ximénez und Moscatel.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:
Keine.
Folgende Weine sind als Stil vorhanden. Sobald die offiziellen Unterlagen von der D.O. kommen, werden Einzelheiten hinzugefügt:
Manzanilla (nur Sanlúcar de Barrameda)
Fino
Amontillado
Oloroso
Pedro Ximénez
Cream
VOS, VORS, sowie 12 und 15 Jahre als Bezeichnung.



