Ein Waldbrand verändert das Klima

In einem Tal am südlichen Ende Galiciens liegt die Region Monterrei. Sie geht bis an die Grenze Portugals. Auf der Fahrt von Ourense nach Südosten wird es weniger bergig. Mehr Hügel und mehr Hitze begegnen uns. Kahle Hügel und wenig Vegetation verwundern mich zuerst. Dann fallen mir immer stärker die schwarzen Skelette auf und die vielen frisch angepflanzten Bäume. Vor über drei Jahren räumte ein verheerender Brand mit einem Großteil der Wälder auf. Dies hat zu kahlen Hügeln und trockeneren Verhältnissen geführt. Rebgärten, die vorher schwer reif wurden, durch die Feuchtigkeit und die Temperaturen, sind jetzt perfekt in der Reife.

Die Region wird in zwei Unterbereiche geteilt. Val de Monterrei sind die flachen Gelände im Tal. Ladeira de Monterrei sind die leicht ansteigenden bis hohen Rebgärten. Sie umgeben wie ein Gürtel das Tal. Die Kellereien sehen diese Bereiche als die hochwertigeren an. Da die Bodenformationen stark variieren, ist die Einteilung hilfreich, trifft allerdings für einige alte Bereiche im Tal nicht zu. Perfekt lassen sich aktuell die Bodenunterschiede an der Baustelle für die neue Autobahn sehen. Eine Autobahn durchquert das Tal von Portugal nach Galicien. Ein extremer Einschnitt in diesem kleinen Bereich, der zusätzlich zum Waldbrand eine starke Veränderung ergibt.

Nicht desto trotz wächst die Region weiter. Kontinuierlich werden neue Märkte erschlossen und diese völlig unbekannte Region findet ihre Nische.

Die Rebfläche beträgt 394 ha. 627 Weingärtner bewirtschaften die Rebfläche und 22 Kellereien verarbeiten die Trauben.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:

Godello (Verdello), Treixadura (Verdello louro) und Doña Blanca.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:

Mencía y Bastardo (Mª Ordoña).

Außerdem autorisiert: Tempranillo (Arauxa).

Zusammenfassend ist Monterrei eine kleine ursprüngliche Region. Die einheimischen Kellereien befinden sich überwiegend in Wohnhäusern oder haben Anbauten. Es lässt sich auch sehen, dass dieser steigende Erfolg neue Investoren und Kellereien in die Region führt. Alte Rebgärten werden allerdings nicht verkauft, sondern höchstens durch persönlichen Kontakt verpachtet oder zur Nutzung überlassen. Die neuen Weinberge werden an den Ladeiras gepflanzt. Diese sind bis zu 800 m hoch. Aktuell sucht Monterrei nach meiner Meinung noch seinen Weg. Auf der Suche nach der eigenen Identität wurden aus der Liste für in Galicien zugelassene Rebsorten einige ausgesucht. Diese spiegeln den Großteil der vorhandenen Rebsorten wider, vergessen dafür die traditionell Einheimischen. Monstruosa de Monterrei und Blanca de Monterrei oder die als älteste in Galicien dokumentierte Rebsorte Brancellao. Es gibt noch einiges an Potential und Möglichkeiten in Monterrei. Ich bin sehr neugierig.