Die renommiertesten Weißweine Spaniens

Im Nordwesten Spaniens liegt Galicien. Galicien ist grün. Die Kühle und hohe Niederschläge ergeben eine grüne Oase in der Hitze Spaniens. Und Spanien geht an dieser Seite sehr steil ins Meer. Es ist viel bergiger, als ich mir vorgestellt habe. An der Küste entlang fahren heißt rauf und runter und durch viel Wald.

Wichtig, um Rias Baixas zu verstehen, sind die Unterregionen. Es existieren insgesamt fünf Unterregionen: Val do Salnés, O Rosal, Soutomaior, Ribeira do Ulla und Condado de Tea. Die beiden Unterregionen mit der größten Bedeutung sind Val do Salnés und O Rosal. Bei O Rosal wird die Information des Untergebietes auf das Etikett gedruckt. Die Weine aus den Unterregionen haben im Regelfall ihre eigenen Regeln und Charakteristika. O Rosal hat die Angabe der Region auf dem Etikett. Die Weine sind kräftiger und aromatischer aus dem südlichen Bereich O Rosal. Falls die Angabe der Rebsorte Albariño nicht auf dem Etikett steht, sind zumindest 70 % Albariño und Loureira enthalten. Val do Salnés ist die Region des Albariño. Fast alle Weine sind zu 100 % aus Albariño. Diese Weine sind meist schlanker und dezenter im Aroma.

Die Kellereien sind eher klein oder mittelständisch. Wenige Betriebe haben eine größere Kapazität. Erstaunlich viele Betriebe produzieren zwischen 5.000 und 40.000 Flaschen. Die aufwändige Arbeit im Rebgarten schlägt sich auch im Preis nieder. Die Erziehung ist Hochform, so dass man darunter arbeiten kann. Oder auch anderes Gemüse anbauen und Schafe durchtreiben. Die Ernte ist immer Handarbeit und mit Maschinen kommen die Winzer kaum in den Weinberg. Die kühlen und feuchten Voraussetzungen machen die Arbeit noch schwieriger. Schlechte Blüte oder zu kühl, fehlende Sonne (ja auch in Spanien gibt es sowas) oder zu viel Feuchtigkeit. Das Wetter und die Landschaft erinnern mich teilweise eher an Süddeutschland.

Die Rebfläche beträgt 3.698 ha. 6.511 Weingärtner bewirtschaften die Rebfläche und 194 Kellereien verarbeiten die Trauben.

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:

Albariño, Loureira blanca o Marqués, Treixadura y Caiño blanco.

Zusätzlich: Torrontés y Godello..

Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:

Caiño tinto, Espadeiro, Loureira tinta y Sousón.

Zusätzlich: Mencía y Brancellao.

Zusammenfassend ist Rías Baixas die Weißweinregion Spaniens. Albariño wird als die Vorzeigerebsorte der Weißweine angesehen. Die Landschaft ist sehr hügelig und teilweise bergig. Die Rebgärten befinden sich überwiegend in Meeresnähe. Die Parzellen sind durch die bergige Landschaft in Terrassenform gebracht. Dies ermöglicht eine Arbeit auf ebenem Boden. Sehr oft habe ich Rebgärten gesehen, die aus zwei Zeilen gebildet sind, die ein Dach ergeben. Im übrigen auch sehr gut als Garage geeignet. Diese kleine Struktur zeigt sich in den Zahlen Hektar Anbaufläche und Weingärtner. Auf jeden Fall war es erstaunlich, wie unterschiedlich die Weine ausfallen. Es lohnt sich immer wieder Weine aus Rías Baixas zu probieren. Die Vielfalt ist erstaunlich.