Als Erste mit unabhängiger Qualitätsprüfung
Ribera del Júcar könnte es sich sehr einfach machen. Wein abfüllen, La Mancha darauf schreiben. Fertig! Als Lieferant für hochwertige Rotweine war diese Region immer etwas Besonderes. La Mancha, mit fast 80 % weißen Rebsorten, hat sich hier immer mit den besten Rotweinen versorgt. Am Rande der Region Valencia, zwischen Utiel-Requena, Jumilla, Almansa und dem Nachbarn Manchuela, waren die erzeugten Weine immer dicht, kräftig und perfekt für weniger begünstigte Regionen.
Die ungewöhnliche Bodenstruktur macht den Unterschied. Der Boden speichert perfekt Wasser und eine dichte Auflage mit Kieselsteinen hält dieses im Boden. Damit können auch heiße Sommer überstanden werden, ohne dass die Rebe Trockenheit erleidet. Der Fluss Júcar bedeckte diese Region komplett und hat diese Formation hinterlassen. Auf einer zusammenhängenden Ebene kann diese Region von einer Kapelle auf einem Hügel komplett überschaut werden. Dieser Grundgedanke einer Region, die sehr ähnliche Charakteristiken haben soll, war die leitende Kraft bei der Gründung, Einige Gemeinden wurden hierbei nicht mit einbezogen. Sie lagen außerhalb dieser Flächen und das Klima hatte bereits andere Schwerpunkte.
Diese Unterscheidung wird durch eine unabhängige Qualitätsprüfung unterstrichen. Alle Kellereien akzeptieren die hohen Qualitätsstandards. Jeder Wein muss durch die Prüfung. Erreicht ein Wein die hoch gesteckten Qualitätsaspekte, darf er als Ribera del Júcar abgefüllt werden.
Wie eine Zwiebel, ist diese Region vielschichtig. Greift die höchste Anforderung nicht, gibt es die Nächste. La Mancha darf hier als Region dann einspringen. Und ansonsten gibt es da noch Vino de la Tierra de Castilla.
Die Rebfläche von 9.000 ha, und wird von ca. 5.000 Weingärtnern bewirtschaftet und von 7 Kellereien verarbeitet. Dabei werden die Weine von zwei Kellereien in einer verarbeitet und eine Genossenschaft will sich nicht von der gewohnten La Mancha trennen.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:
Sauvignon blanc und Moscatel a grano menudo.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:
Cencibel (Tempranillo), Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot und Bobal.
Zusammenfassend ist es eine Region, die den richtigen Qualitätsgedanken hat. Dieses unabhängig zertifizieren zu müssen, lässt auch keinen Raum für Senkung der Grenzen, falls die Qualität in einem Jahr nicht so gut war. Die Trennung von La Mancha ist ein mutiger Schritt. La Mancha wollte keine separaten Gebiete innerhalb der D.O. dulden und es blieb nur die Trennung. Bei schlechter Qualität oder falls es der Markt erfordert doch wieder in den Schoß der Ungeliebten zurückkehren zu können, hinterlässt bei mir einen fahlen Nachgeschmack. Die Richtung ist perfekt, aber ganz oder garnicht.



