Der Stier unter den Regionen
Toro ist eine Stadt, ein Kanal und die Weinregion. Die Stadt Toro hat eine lange Geschichte und die Weine wurden von Adligen getrunken, die in Toro einen Familiensitz hatten. Der Consejo Regulador von Toro hat seinen Sitz im Palacio de los Condes de Requena. Fast alle diese Palacios hatten einen Keller zur Weinbereitung. Manche Herrschaften ließen diese Keller in aufwändiger Arbeit nachträglich unter ihre Häuser graben, um den Anderen in nichts nachzustehen.
Die Weine Toros haben in Spanien und anderen Ländern noch den Ruf der schwarzen, rauhen und derben Weine. Die Tinta de Toro ist eine Art des Tempranillo, die sich perfekt an das heiße und trockene Klima angepasst ist. Kleine Beeren mit dickerer Schale und kleine Blätter sind die Hauptunterschiede. Die kleinen Blätter erhalten ausreichend Licht, es geht dafür weniger Wasser verloren. Die kleinen Beeren mit den dicken Schalen sind ebenfalls besser vor der Sonneneinstrahlung geschützt und verlieren weniger Wasser. Die aktuellen Weine aus Toro gehen von leicht bis extrem dicht.
Die Weinregion Toro ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Auf der Ebene um Toro ist es heißer und die Böden sind sandig mit viel Kiesauflage in einigen Lagen. Ab Toro geht es Richtung Süden steil nach unten zum Fluss Duero. An den leichten Hanglagen im Tal gibt es optimale Böden für dieses Klima. Eine Kiesauflage, die perfekt Wasser ableitet und verhindert, dass es zu schnell wieder verdunstet. Darunter eine Sandschicht mit wenig Nährstoffen und als Untergrund Ton, der Wasser speichert. Bei einer Niederschlagsmenge von 350 mm pro Jahr ein Muss, wenn man nicht bewässern darf.
Die Rebfläche beträgt 5.798 ha. 1.269 Weingärtner bewirtschaften die Rebfläche und 49 Kellereien verarbeiten die Trauben.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:
Malvasia und Verdejo.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:
Tinta de Toro (5.390 ha) und Garnacha (200 ha).
Zusammenfassend ist Toro immer noch im Boom. Die Rebfläche hat in den ersten 10 Jahren nach der Anerkennung als D.O. 1987, um 20 % abgenommen. In den nächsten 10 Jahren hat sie sich dann mehr als verdoppelt. Dieser Trend lässt in der Region viele nichtssagende Weine entstehen. Die neuen Anpflanzungen konzentrieren sich als große Flächen um die Kellereien und gehorchen der Marktnachfrage. Alle? Nein, nicht alle! Es gibt Winzer, die durch ihre Weinberge rennen und einem die schönsten Reben zeigen. Und Eine ist ungewöhnlicher als die Andere und jede wird speziell gepflegt. Ja, dann macht Weine probieren richtig Spaß!



