Wo liegt das den?
Bis vor einigen Tagen konnte ich mir die Region nicht mal merken. Als ich den Namen das erste Mal gelesen habe, dachte ich eher an einen schlechten Scherz für einen Vornamen. Es handelt sich um die Namen ehemaliger Guancha Könige (Ureinwohner Teneriffas) und der Guancha Prinzessin Isora. Die Region liegt am westlichen Ende des nördlichen Bereiches von Teneriffa.
Das Weinbaugebiet ist sehr auseinander gezogen. Beginnend bei La Guancha ist die größte Fläche mit Bananenstauden bepflanzt. Danach kommen sehr karge Bereiche und nur Enklaven mit Rebstöcken. Bis in den Süden bei Guía de Isora kommen Konzentrationen, wie bei Santiago del Teide. Eine sehr inhomogene und landschaftlich reizvolle Region. Für die Fahrt von Buenavista del Norte nach Santiago del Teide gilt das reizvolle ebenfalls, vor allem für die Bremsen und Nerven des Fahrers.
Die Region ist im 15.-17. Jahrhundert von den Portugiesen, Flamen und Genuesen besiedelt worden. Diese haben sowohl ihre Reben, als auch die Erziehungsformen mitgebracht. Eine typische Erziehungsform ist eine Hocherziehung. Dabei werden die Reben wie für eine Pergola, als Dach erzogen. Diese werden im Extremfall vier Meter hoch. Es gibt in der Region Ycoden Daute Isora so viele Rebsorten wie Kurven auf der Fahrt durchs Hinterland. Diese werden gepflegt und keine internationalen Rebsorten zugelassen. Das ergibt viele interessante reinsortige Weine mit unbekannten Rebsorten.
Die Rebfläche beträgt 306 ha und wird von 790 Weingärtnern bewirtschaftet. 30 Kellereien verarbeiten die Trauben.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Weiß:
Listán Blanco.
Außerdem dürfen angebaut werden:
Gual, Marmajuelo, Malmsey, Verdello, und Castellana.
Die zugelassenen Rebsorten in der Region bei Rot:
Listán Negro.
Außerdem dürfen angebaut werden:
Tintilla, Baboso Negro und Negramoll.
Zusammenfassend wird Ycoden Daute Isora von den Bestrebungen profitieren, eine D.O. Tenerife zu kreieren. Die Zuordnung wird erleichtert und eine der Tendenzen ist, die bisherigen D.O.s als Unterregionen beizubehalten, D.h. diese können zusätzlich auf den Etiketten erwähnt werden. Die vielen unbekannten Rebsorten ergeben eine sehr angenehme Abwechslung in der Weinauswahl. Wer nach Teneriffa kommt und sich für Wein interessiert: einfach los und trauen. Eine Entdeckung nach der anderen ist möglich. Und dass man den Namen der Rebsorten aussprechen kann, ist wirklich nicht wichtig. Die Winzer verstehen Einen!



